„Zukunfts-Kinder“ von Patricia Radda

Ein gellender Schrei dringt durch die Stadt Wer hat das mit den Kindern gemacht? Ich hab eins gesehen gleich hier Unter freiem Himmel, wild wie ein Tier Es lief mit seinen eigenen Beinen Legt dieses Kind doch an die Leinen Es bewegt sich völlig frei Holt doch endlich Hilfe herbei! Da! Oh Gott, jetzt kommen noch mehr Schaut doch, grad waren die Straßen noch leer! Ich kanns nicht verstehen Wie kann denn das gehen? Und Lärm machen sie, vorher wars leis! Aber hab ich nicht hier auf Schwarz und Weiß Dass ein jeder Fratz bleibt auf seinem Platz? Ja, so … „Zukunfts-Kinder“ von Patricia Radda weiterlesen

zukunft.

Im Wasser sieht sie die Zukunft der Welt Sie trägt sie in den Händen Sieht, wie sie auf den Kopf gestellt Und will sie einschließen zwischen Wänden Sie sieht die Tode, sieht das Leid Und denkt an die Menschen, gierig, die sich dem Tod geweiht, göttlichen Aufgaben , viel zu schwierig, stellen müssen. Sie sind nicht bereit für Entscheidungen: Wer soll sterben? Die Mächtigen führen sie direkt in die Dunkelheit Nicht vergessen: in diesem Werben Geht es niemals um den Glauben oder Gott Es geht um Geld und Macht Und der Weg zum Schafott Führt, durch Hass entfacht, genau vorbei … zukunft. weiterlesen

„Klippe“ von Patricia Radda

Nun steh ich allein Auf meiner Klippe Starre in einen Abgrund Der nur mir gehört Ich suche nicht den Tod Denn er bedeutet Zerstörung Ich suche nur den Frieden Und den hab ich hier gefunden   Ich stehe allein Auf dieser Klippe Und der Wind streichelt mich Er flüstert mir zu, dass ich kämpfen muss Für eine bessere Zukunft Wenn ich das mit meinem Tod kann Dann soll ich jetzt springen Und ich erhöre den Wind Ich schreie meine Ideen in die Böhen Und es entsteht ein Sturm Irgendjemand wird es hören Und dann fühle ich mich fallen Alles wird … „Klippe“ von Patricia Radda weiterlesen

„Die Flut“ von Patricia Radda

Mach dir keine Sorgen, alles ist gut Warte auf Morgen, friss deine Wut Ohne genau Denken, ohne deinen Mut Lass dich einfach lenken, trockne dein Blut Lass es einfach zu, stocher nie in der Glut Sei einfach nie du, bis sie über dich kommt, die Flut Die Flut an Hass, die Flut an Ärger und Rachelust Die Flut an Zweifel, an Gewissen, dass du etwas tun musst Das Wissen, dass du brennst, wenn du nichts mehr sagst Das Wissen, wenn du rennst, du noch immer daran nagst Denk genau mit, und dann vergiss auf die Rache Sieh genau hin, und … „Die Flut“ von Patricia Radda weiterlesen

„Ihr geht´s jetzt schlechter“ von Patricia Radda

Rauch steigt auf sie hustet schwer und keucht nach frischer Luft sie lässt sich niedersinken, weiß, sie ist nicht stark genug und kämpft um jedes Jahr. So jung muss sie sich schon Gedanken machen über Viren und Bakterien über Vermehrung der Falschen über Hunger und Durst. Die Narben auf ihrer Haut werden tiefer sie kann den Schmutz darin fühlen und wie er sie durchdringt. Sie hat das Gefühl zu fallen und will das auch sie will liegen bleiben ohne zu kämpfen Aber zu Vieles würde mit ihr untergehen Ihre Seele ist noch nicht erledigt auch wenn es manchmal so aussieht … „Ihr geht´s jetzt schlechter“ von Patricia Radda weiterlesen

„Unsere Kinder“ von Patricia Radda

Unsere Kinder werden nicht mehr zu Musik tanzen Sie weichen nur noch den Gewehrkugeln aus Unsere Kinder werden nicht mehr singen Sie schreien nur noch aus Angst Unsere Kinder werden nicht mehr Klavier spielen lernen sie hauen nur noch auf Computertasten ein Deshalb singe ich jetzt tanze ich jetzt spiele ich jetzt am Klavier damit dieses riesige dunkle Loch mich nicht einfach verschlingt Unsere Kinder werden nicht mehr lesen können Sie bekommen von einer Maschine vorgelesen Unsere Kinder werden nicht mehr schreiben lernen Sie diktieren alles dem Computer Unsere Kinder werden keine Geschichten mehr kennen Sie haben niemanden der sich … „Unsere Kinder“ von Patricia Radda weiterlesen

Ich, Hoffnungsträger

Folgendes: ich habe noch nie geraucht (außer passiv, natürlich)- das wäre Verrat an meiner Überzeugung. Ich trinke auch keinen Alkohol (einmal Sekt-Orange bei der Vernissage von einer Freundin meiner Mutter- einfach eklig), und nehme keine sonstigen Drogen. Ich will mich um jeden Preis von der Masse unterscheiden und erschreckenderweise geht das total leicht, indem man auf Dinge verzichtet, die man sowieso nicht braucht. Jetzt sitze ich in meinem Zimmer. Es ist ein kleines Zimmer, stinkt immer nach Meerschweinchenkäfig, auch wenn ich das Fenster geöffnet habe. Natürlich sitze beim Schreibtisch und hacke auf den Computer ein; dass ist meine normale, vermutlich … Ich, Hoffnungsträger weiterlesen